Oettinger hat Angst vor rechtsdrehenden Elektronen

Der EU-Energiekommissar Günther Oettinger stammt ja aus einem energiepolitisch öden Umfeld. Dass er kein Freund der sauberen Energien ist, hat man ja bereits zu seiner Zeit als Ministerpräsident von Baden-Württemberg erkennen können. Schade, dass er diese verengte Sichtweise als Energiekommissar nicht abgelegt hat. Denn gestern hat er die Erhöhung des Reduktionsziels von derzeit 20% auf 30% bis zum Jahre 2020 abgelehnt. Mit der Begründung, die würde zu einer Industrieflucht in asiatische Länder führen. Der Zusammenhang ist mir nicht klar, daher führe ich diese Äußerung auf die Lobbyarbeit des baden-württembergischen Energiekonzern EnBW zurück.

Aber vielleicht ist es ja auch ganz anders. Vielleicht hat Oettinger Angst vor linksdrehenden Elektronen. Könnte ihm mal jemand sagen, dass die Energie aus erneuerbaren Quellen sich nicht linksherum dreht. Und auch die aus fossilen Kraftwerken dreht sich nicht rechtsrum. Es gibt keinen Unterschied. Unsere Industrie ist kompatibel! Ich musste mir auch keinen neuen Staubsauer kaufen, als ich meinen Stromanbieter gewechselt habe. Der funktionierte einfach weiter.