Urban gardening

Das Thema beschäftigt mich bereits seit längerem. Und wie ich eben feststellen durfte, nicht nur mich. Heute Abend gab es nämlich einen Vortrag zu Urban Gardening von Maike, die das Thema endlich auch in Siegen mal angepackt hat. Die Zahl der Teilnehmer lässt vermuten, dass Maike und ihre Mitstreiter von der Initiative Transition Siegen der Funken sind, der nun das Feuer entfacht. Denn es waren 30-40 Leute im Siegener Hackspace HaSi, um sich über den Greenspace am Effertsufer informieren zu lassen. Dabei handelt es sich um einen Stadtteilgarten, den ersten seiner Art in Siegen.

Maike erzählte auch gleich recht umfassend und anschaulich, wo Urban Gardening herkommt, was es damit auf sich hat und welche Formen es annehmen kann. Am Ende konnte man dann auch direkt in den Joghurtbecher, den man während des Vortrags ausgelöffelt hat, die ersten Samen pflanzen. Auf jeden Fall eine gelungene Aktion. Ich freue mich schon auf Samstag, denn dann treffen sich die Stadtgärtner im Greenspace. Und da werde ich mir das ganze mal aus der Nähe anschauen. Vielleicht lässt sich ja mein Projekt der Streuobstwiese etwas abwandeln und thematisch und biologisch erweitern.

Kleine grüne Zebras

Letztes Jahr wuchs auf meinem Balkon ein grünes Zebra. Damit mir nun niemand den Tierschutz auf den Hals hetzt, sein gesagt, dass es sich bei einem grünen Zebra nicht um ein gestreiftes Pferd, sonder vielmehr um eine Tomatensorte handelt. Und somit ist es auch nicht verwerflich, dass ich im letzten Sommer viele leckere grüne Zebras gegessen habe. Aber nicht nur das. Neben der Tomate mit dem Tiernamen wuchsen eine Roma-Tomate und eine kleine Pflaumentomate mit dem Namen Sliwowidnij. Und besonders die letztgenannte Sorte hat Unmengen kleiner, aber sehr aromatischer Früchte hervorgebracht.

Green Zebra

Aber Tomaten sind ja leider einjährige Pflanzen. Da mir die Pflanzen zu schade waren, sie einfach wegzuwerfen, habe ich gegen Ende des Sommers von jeder Sorte eine besonders schöne Tomate ausgesucht, sie ein paar Tage reifen lassen und anschließend die Samen entnommen. Diesen habe ich mehrmals gewaschen, bis alles Fruchtfleisch entfernt war, ihn anschließend getrocknet und in einem Blatt Papier eingeschlagen. Damit der Samen gut über den Winter kommt, habe ich ihn kalt und dunkel aufbewahrt.

Vor knapp zwei Wochen habe ich die Samen wieder ausgepackt und in kleinen Töpfen mit etwas Erde bedeckt feucht und warm keimen lassen. Ein Minigewächshaus ist dabei eine große Hilfe, da es für eine feuchte Umgebung sorgt. Und nun sind die ersten kleinen grünen Zebras geschlüpft und recken ihre Hälse der Frühlingssonne entgegen. Natürlich sind auch die Samen der anderen Pflanzen fleißig dabei, sich in stattliche Tomatenstauden zu verwandeln.

Little Green Zebra

Am Wochenende werde ich die kleinen Pflänzchen in größere Töpfe umpflanzen und sie dort auf die Größe von 20-30 cm anwachsen lassen. Anschließend kommen sie in große Töpfe und können auf dem Balkon die Nachfolge ihrer Vorgängerin antreten. Und hoffentlich bekomme ich wieder viele leckere grüne Zebras.

Urban Gardening

Urban Gardening ist ja das Trendthema im grünen Milieu. Und so muss ich gestehen, dass auch mich der Virus des Eigenanbaus gepackt hat. Neben diversen Kräutertöpfen stehen seit Kurzem auch zwei Paprika und fünf unterschiedliche Tomatenpflanzen auf dem Balkon und erfreuen sich der Sonne. Und es kann so einfach sein: es reift bereits ein grünes Zebra.

Das kurzfristige Ziel ist, leckeres Gemüse vom eigenen Balkon zu ernten. Und langfristig will ich versuchen, die Samen aus diesem Jahr im nächsten Jahr wieder anzubauen. Ich bin gespannt.

Gemüse tut nicht weh

Es hat mich einige Überwindung gekostet, aber letztendlich bin ich es doch angegangen. In den letzten 6 Tagen kein Fleisch verzehrt. Und ich lebe noch.

Aber der Reihe nach. Ich überlegte bereits seit einigen Wochen, meinen Fleischkonsum zu verringern. Bisher hatte ich allerdings die Befürchtung, dass ich ohne Fleisch nicht satt werde und dass ohne Fleisch ein Geschmacksträger fehlt. Nun fiel mir in der vergangenen Woche ein vegetarisches Kochbuch auf, welches sich dann auch umgehend in meiner Küche wiederfand. Nun habe ich bereits vier Gerichte ausprobiert, und ich bin begeistert. Nicht nur dass das Essen auch ohne tierische Geschmacksträger lecker ist, man fühlt sich nachher auch einfach besser. Sowohl körperlich, weil einem nichts schwer im Magen liegt, als auch geistig, weil man weiß, dass man fair, gesund und umweltschonend gespeist hat.

Sollte also jemand mit dem Gedanken spielen, seinen Fleischkonsum einzuschränken, so kann ich ihm nur zuraten. Kauft euch ein nettes Kochbuch und probiert euch einfach aus.

Mein nächstes Ziel: Küchenkräuter