Komma oder kein Komma

Gerade habe ich mir die Folge 212 von Jung & Naiv, einem Interview mit der Ministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Barbara Hendricks (SPD) angeschaut. Bei den Krautreportern gibt es auch eine Mitschrift des Interviews.. In dem Interview mit Barbara Hendricks ging es unter anderem um die Klimaleugner, die es in verschiedenen Ländern verstärkt gibt.

In den USA sind beispielsweise die Koch-Brüder bekannt dafür, dass sie mit ihren Öl-Dollars versuchen, maßgeblichen Einfluss auf die Politik der Regierung zu nehmen. Aber auch in Deutschland gibt es Interessengruppen, die persönliche, meist finanzielle Nachteile in der Bekämpfung des Klimawandels ausmachen. Hierzulande hat man sich im Europäischen Institut für Klima und Energie (EIKE) zusammengeschlossen. Nette Idee, so erkennt man direkt, woran man ist. Und wie europäisch dieses „Institut“ ist, erkennt man schon an der Webseite, die es lediglich auf deutsch gibt.

Aber darum soll es ja gar nicht gehen. Viel interessanter als die Bremser fand ich einen kleinen, aber feinen Kommafehler in der Mitschrift bei den Krautreportern. Frau Hendricks wurde gefragt, ob es in der großen Koalition Klimaleugner gäbe:

Nein. Bei uns gibt es keine Klimaleugner. Die gibt es in manchen Teilen in den Vereinigten Staaten, die gibt es in Australien, und auch in anderen nicht-demokratischen Ländern kommt das auch vor, durchaus. Aber bei uns gibt’s das nicht.

Wenn man dieses Statement gelesen hat, kann man sich den Inhalt ja noch mal durch den Kopf gehen lassen, wenn man zwischen anderen und nicht-demokratischen ein Komma setzt.

Ob dieses Komma absichtlich weggelassen wurde oder ob es sich lediglich um einen freudschen Kommafehler handelt, wie ihn ein Leser genannt hat, mag man nur vermuten. Aber es ist schon interessant, wie ein einzelnes fehlendes Satzzeichen den Inhalt einer Aussage vollkommen verändern kann.

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