Krautfäule und faule Kräuter

Gestern war ich zu Besuch im Greenspace aka Hammergarten aka Stadtteilgarten 1 aka ??? Ich hatte per Mailingliste angeboten, einige meiner grünen Zebras und Sliwowidnij mitzubringen. Und prompt kam der Hinweis, dass man im Siegerland Tomaten besser erst nach den Eisheiligen raussetzen sollte. Vielen Dank an dieser Stelle an Anna für den Hinweis. Dies zeigt sehr schön, wie eine solche Initiative Menschen zusammenbringt, mit denen man im normalen Leben keinen Kontakt gehabt hätte (Zugegeben, Anna kenne ich flüchtig, aber viele andere, die sich auf der Mailingliste und im Garten tummeln, hatte ich vorher noch nie gesehen). Und es ist auch ein sehr schönes Beispiel dafür, wie ein Stadtteilgarten bereits in der Startphase Wissen streut und vermehrt und auch weitere Wissensvermehrung nach sich zieht. Denn als Reaktion auf mein Tomatenangebot kam auch der Hinweis, dass Tomaten besser nicht in die Nähe von Kartoffeln gepflanzt werden sollten, um Krautfäule zu vermeiden. Aus diesem Hinweis hat sich nun eine Verträglichkeitsliste entwickelt, die im Garten aushängt. Auf dieser kann nun jeder nachlesen, welche Pflanzen sich vertragen und welche man besser räumlich weit getrennt in die Erde bringt. Und wer eine Lücke in der Liste findet, kann diese füllen. Ein analoges Wiki also. Und gleichzeitig ein schönes Beitrag zum Thema Teilhabe.

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