Die Route 57 ist unnötig

Nicht anders kann man die Entscheidung der Firma EJOT interpretieren, ihr neues Zentrallager am Stammsitz in in Wittgenstein zu bauen. 15 Mill. Euro will das Unternehmen investieren. Und das, obwohl man seit Jahren immer wieder die Einrichtung der Route 57 fordert.

Die Einschätzung der Firma EJOT, dass der Standort Wittgenstein auch ohne Route 57 wirtschaftlich ist, begründet sich mit einer von der Firma selbst in Auftrag gegebenen Studie, in der der Standort im Wittgenstein und der Standort Tambach in Thüringen verglichen wurden. Da die Entscheidung für Wittgenstein gefallen ist, ist davon auszugehen, dass die Studie keine nennenswerten Nachteile trotz einer angeblich besseren Verkehrsanbindung in Thüringen beschreibt.

Dass man sich bei der Entscheidungsfindung spekulativ auf das Vorhandensein der Straße berufen hat, ist ebenso unwahrscheinlich. Denn kürzlich wurden auf Nachfrage der Grünen die Ergebnisse einer seit Monaten unter Verschluss gehaltenen Studie bekannt, nach der die Realisierung der Straße mehr als unwahrscheinlich ist. Es ist davon auszugehen, dass die treibenden Kräfte hinter der Kampagne Route 57 über den Inhalt der Studie unterrichtet waren, denn der Landrat, der die Studie zurückhielt, ist einer der größten Verfechter des Straßenbauprojekts. Leider ist bisher weder die Studie, noch das Protokoll der Sitzung des Verkehrsausschuss des Kreises noch die von den Grünen veröffentlichte Pressemitteilung online.

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