Die Inkonsequenz der Atomkraftbefürworter

Heute war ich zu Gast bei einer Podiumsdiskussion der Universität Siege zum Thema Atomkraft. Als Diskutanten waren die beiden Siegerländer Politiker Jens Kamieth (CDU), MdL, und Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen), Umwelt- und Klimaschutzminister des Landes NRW, eingeladen. Wissenschaftlich begleitet wurde die Diskussion von Prof. Dr. Dose, Politikwissenschaftler an der Universität Siegen. Auf Grund der Zusammensetzung des Podiums ist klar, dass Herr Kamieth, wie er es selbst sehr schön formulierte, keinen Abend unter Freunden verbringen würde.
Umso erstaunlicher waren dann seine Argumente. Ich hatte erwartet, dass hart an der Sache gefochten wird. Statt dessen versteifte sich Herr Kamieth auf bereits widerlegte Behauptungen aus den vergangenen Jahren und unschlüssige Argumentationslinien. Vollends unglaubwürdig machte er sich jedoch, als er selbst zugab, bereits den Stromanbieter gewechselt zu haben und nur Strom aus Wasserkraft zu beziehen, Atomkraft aber weiterhin zu befürworten.
Dass Herr Kamieth kein ausgewiesener Energiepolitiker ist, ist kein Geheimnis. Aber mit welchen Zweck hat er an der heutigen Diskussion teilgenommen? Er konnte weder etwas zur Sache vortragen, noch war er in dem, was er vortrug, glaubwürdig. Vielmehr stieß er die ernsthaft besorgten Bürger mit seinen flapsigen Bemerkungen vor den Kopf.
Schade, denn hier hätte er, gerade auch als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Siegen, Profil zeigen können. Statt dessen verstrickte er sich in unschlüssigen Argumentationsketten und Sprachlosigkeit ob der vorgetragenen Argumente.

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